Liveblog

Live-Blog von der Dreamhack Leipzig

  • Und da war sie, die freundliche Rauswerfer-Ansage.

    Die Dreamhack 2016 in Leipzig ist jetzt offiziell zu Ende.

    Mit dem letzten Rest der Besucher, Sekt im Haar, außergewöhnlichen Fotos und der unglaublichen Euphorie dieses letzten Tages mache ich mich jetzt auf den Heimweg. Ich freue mich, dass Sie mitgelesen und -geschaut haben. Vielleicht sind Sie ja nächstes Jahr wieder mit dabei zur #dhde17?!

    Machen Sie sich einen schönen Rest-Sonntag!

    Katharina Pritzkow für MDR..., 1/24/2016 3:39:59 PM Uhr
  • Gaming is coming home.

    Wie lange haben Zocker, eSportler und Cosplays aus Mitteldeutschland darauf gewartet? Mit der Dreamhack ist an diesem Wochenende endlich wieder ein Gaming Festival in die Leipziger Messe eingekehrt und das zieht tausende Besucher an.

    MDR Sachsen ist mit Blog und Live-Berichterstattung natürlich auch am Start. Viel Spaß beim Mitlesen!

    Katharina Pritzkow für MDR..., 1/23/2016 9:00:00 AM Uhr
  • 10.30 Uhr an einem Samstag - dafür ist schon ziemlich viel los. Immerhin ist erst seit einer halben Stunde Einlass. Die ersten Gamer zocken schon und die Bässe laufen warm.

    Katharina Pritzkow für MDR..., 1/23/2016 9:33:49 AM Uhr
  • Von wegen nur Gaming! Musikalische Unterstützung gibt es aus der Region: die Alternative Rocker 'Burning Bag' aus Merseburg auf der Konzertbühne der Dreamhack.

    Katharina Pritzkow für MDR..., 1/23/2016 10:31:44 AM Uhr
  • Auf einen Kaffee mit Chris Hesse...


    Katharina: Chris, Dein wievielter Kaffee ist das heute?

    Chris: Das ist mein zweiter Kaffee. Aber ich hatte auch schon zwei dieser  ungesunden Energy-Drinks. Ich glaube, danach sollte ich das mit dem Koffein erst mal sein lassen. Ich habe auch geschafft, immerhin vier Stunden zu schlafen. Besser als Donnerstag auf Freitag, sind wir hier 4 Uhr von der Messe weg und 7.30 Uhr waren wir wieder hier. Da hat sich die Heimfahrt kaum gelohnt.

    Viel zu tun für Dich, auch heute noch. Du hängst quasi ununterbrochen am  Telefon. Kleine und große Krisen warten auf Dich. Kannst du das Festival überhaupt genießen? Schaffst Du es selbst mal an den Rechner?

    Ich habe ein paar Freunde in der LAN. Da bin ich immer mal hin gegangen, hab gefragt: 'Wie läuft's?' Aber gespielt habe ich nicht, aber der Anblick reicht mit schon. Ich hab mir ein Counter-Strike-Match angeguckt. Aber nee, Zeit habe ich nicht. Ich nehme sie mir trotzdem manchmal.

    Zugucken reicht Dir?

    Das kann man ganz gut vergleichen mit Fußballspielen. Die meisten Fußball-Zuschauer spielen ja auch nicht ständig selbst. Und die Faszination ist einfach, Leuten beim Spielen zuzuschauen, die es besser
    können als man selbst.
    Das ist im Fußball genau so wie im eSports.

    Für Außenstehende ist eSports eine Parallelwelt zum 'normalen' Sport. Inwiefern sind die beiden vergleichbar?

    Für viele Menschen ist eSport eine kleine Randerscheinung. Aber eigentlich ist es schon viel besser jetzt als vor zwei oder drei Jahren. Strukturen, Gehälter, Preisgelder, Turniere - das alles ist eins zu eins
    mit klassischem Sport vergleichbar.
    Ich habe da ein Beispiel: Ein Profi-Fußballer trainiert sechs Stunden am Tag. Hockt danach an der Konsole, macht da weiter Sport und gut ist. Ein eSportler macht das ähnlich. Nur, dass er sechs oder sieben Stunden spielt, dann nicht mehr an den Rechner darf, sondern Sport machen muss und sich gesund ernährt. Im Prinzip ist es sehr, sehr gut vergleichbar.

    Als eSportler muss man sich gesund ernähren und ins Fitness-Studio gehen?

    Man muss sich auf jeden Fall gesund ernähren, weil man sonst dieses Level und diese Konzentration definitiv nicht halten könnte. Sieben oder acht Stunden am Tag ein Turnier zu spielen auf einer Bühne, mit Zuschauern, mit dem Wissen, dass vielleicht 500.000 Leute auf den Streams zuschauen - da kann man sich keinen Fehler erlauben. Und das geht nicht, wenn man sich den ganzen Tag nur Fastfood rein zieht. Die kognitiven Fähigkeiten müssen einfach auf dem höchsten Level sein. Und in der Tat: Die meisten
    eSportler hier sind sehr sportlich.

    Dass die Dreamhack jetzt in Deutschland ist, haben die eSportler, Zocker, Cosplayer und Besucher vor allem Dir zu verdanken. Wie viel Überzeugungsarbeit musstest Du leisten?

    Erstaunlicherweise nicht viel. Die Dreamhack kommt ja eigentlich aus Schweden. Und die fanden die Idee super, die Dreamhack auch nach Deutschland zu bringen. Dann habe ich das noch kurz in meiner Firma vorgestellt, es wurden ein paar Mails geschrieben. Und die Leipziger Messe war so begeistert, dass
    wir direkt zwei Wochen später einen Termin hatten und der Rest ist Geschichte.

    In Leipzig hatten wir ja schon mal ein großes Gamer-Event. Allerdings ist die Games Convention schon vor ein paar Jahren nach Köln abgewandert. Aber für die Dreamhack ist Leipzig der geeignete Standort?

    Definitiv, die Infrastruktur der Leipziger Messe ist für uns absolut ausreichend. Wir belegen ja jetzt eine Halle. Und auch die war nicht sooo einfach zu füllen in der Kürze der Zeit. Wir hatten ja nur ein halbes Jahr
    effektive Planungszeit.
    Aber ich denke, dass wir in den kommenden fünf bis zehn Jahren Zeit haben, zu gedeihen. Und dann irgendwann füllen wir vielleicht auch mal die letzte Halle aus. Aber bis dahin wird noch eine Menge Zeit vergehen.

    Wie zufrieden bist Du denn mit der ersten Dreamhack hier in Deutschland?

    Über den Erfolg kann ich nicht so viel sagen - aus den Prognosen was Budgets und Zuschauerzahlen angeht, habe ich mich bewusst raus gehalten. Aber ich war vorhin kurz in der Halle und ich glaube, man kann jetzt schon von einem Erfolg sprechen.

    Katharina Pritzkow für MDR..., 1/23/2016 12:40:00 PM Uhr
  • Was ist eigentlich in diesen riesigen Tüten drin, die die Besucher am Eingang bekommen? Antwort: Wechsel-T-Shirt, Schlafmaske und Prospekte eines großen Elektronik-Marktes. Ob das das Gamerherz begehrt?

    Katharina Pritzkow für MDR..., 1/23/2016 1:09:29 PM Uhr
  • Auch Nerds, Cosplayer und Blogger müssen mal Mittagspause machen. Nervennahrung gibt's im Foodcourt: Crêpes, Currywurst, Hotdogs und jede Menge Kaffee. Die eSportler hier müssen in Sachen gesunder Ernährung also alle Augen zu drücken.

    Katharina Pritzkow für MDR..., 1/23/2016 1:45:37 PM Uhr
  • Ein kleiner Vorgeschmack auf den Cosplay-Contest nachher: Isabell ist Tristans von League of Legends. Eine lebhafte und im wahrsten Sinne des Wortes sprunghafte Figur. Von Kopf bis Fuß ist alles selbst genäht. Eigens dafür hat sich Isabell das nähen überhaupt beigebracht. Eine Woche hat's von der Idee zum fertigen Kostüm gedauert. Wenn sich Isabell gerade nicht als Yorde verkleidet, studiert sie Game-Art. Typischer Fall von 'Hobby zum Beruf gemacht'.

    Katharina Pritzkow für MDR..., 1/23/2016 2:03:49 PM Uhr
  • Brille auf und mittendrin im Spiel: Das ist Oculus Rift.

    Auf der Dreamhack ist die Brille in die Welt der Spiele gleich mehrfach vertreten. Zum Beispiel beim Autorennen.
    Markus aus Halle hat es ausprobiert. Sein Fazit: "Der Effekt ist echt beeindruckend. Man denkt, man sitzt im Auto. Bei mir war es etwas unscharf. An der Grafik lag es nicht. Ich glaube, man hätte die Brille anders einstellen müssen."

    Das Team am Stand verrät: Wer so eine Brille zum Spielen auch im eigenen Wohnzimmer haben möchte, muss rund 750 Euro zahlen. Dazu kommt noch der Rechner "mit ordentlich Wumms" ab 2.000 Euro aufwärts. Ein kostspieliges Vergnügen.

    Oculus Rift ist aber nicht für jeden was. Der Selbstversuch zeigt: Mir wird richtig schwummrig. Am liebsten will ich mir nach eine halben Minute die Brille von Kopf reißen.
    Für dieses Phänom gibt es eine einfache Erklärung: Sobald die Brille aufgesetzt ist, haben die Augen keinen realen Punkt mehr, den sie fixieren können. Stattdessen gibt es Informationen über die Brille. Das Gleichgewichtsgefühl gerät so völlig durcheinander und da werden die Beine ganz schnell weich.

    Katharina Pritzkow für MDR..., 1/23/2016 2:52:08 PM Uhr
  • Gut gefüllten Ränge an der Event-Bühne. Statt Gitarre und Bass gibt's gerade eine eSports-Diskussion mit einigen Experten. Wie hat sich der eSport in den vergangenen drei Jahren entwickelt? Wie geht's weiter? Entwickelt sich die Szene zu schnell? Ist der Berufswunsch 'Youtuber' das neue 'irgendwas mit Medien'?

    Katharina Pritzkow für MDR..., 1/23/2016 3:55:01 PM Uhr
  • Mittlerweile ist die Messehalle übrigens richtig voll geworden. Der durchschnittliche Gameshack-Besucher ist männlich, Anfang 20 und trägt den ganzen Tag eine große weiße Papiertüte mit sich rum. 🙃

    Katharina Pritzkow für MDR..., 1/23/2016 3:59:04 PM Uhr
  • Dustin (17) aus Voigtsdorf und Erik (18) aus Niederseida sind aus dem Erzgebirge extra nach Leipzig gekommen. Ihr große Leidenschaft: Counterstrike. Zwei Stunden täglich verbringen sie vor dem Rechner - am Wochenende gerne auch mehr. Ihr bisheriges Highlight auf der #dhde16: Counterstrike-Livegaming. Einen Verbesserungsvorschlag für nächstes Jahr haben die Jungs noch: Mehr Sitzplätze auf den Tribünen, denn da herrscht bei den richtig angesagten Spielen ein wenig
    Platzmangel.

    Katharina Pritzkow für MDR..., 1/23/2016 4:39:16 PM Uhr
  • Langsam wird es ernst für die Cosplayer unter den Dreamhack-Besuchern. In wenigen Minuten startet die Competition. Wer hat das beste Kostüm? Wer hat sich besonders viel Mühe gegeben mit seinem/ihrem Make-up? Und wer sieht aus wie die wahrgewordene Spielfigur? 10 Minuten bis zum Start....

    Katharina Pritzkow für MDR..., 1/23/2016 4:53:55 PM Uhr
  • Die Zuschauerränge sind mal wieder voll, denn das Event des Tages ist in vollem Gange. Insgesamt 26 Teilnehmer stellen sich dem Urteil der Fach-Jury - übrigens selbst alles Cosplayer. Einige der heutigen Teilnehmer sind erst gestern Nacht im Hotel mit ihren Kostümen fertig geworden. Ob sich der Aufwand lohnt? Die besten drei bekommen eine 3D-Figur von sich, dem Sieger winkt eine Reise zur Dreamhack Summer 2016 in das schwedische Jönköping für 2 Personen. Da kann man schon mal ein paar Nächte durch machen...

    Katharina Pritzkow für MDR..., 1/23/2016 5:45:38 PM Uhr
  • Aus, vorbei, die Entscheidung ist getroffen. Die fünf besten Cosplayer der Dreamhack Leipzig 2016 stehen fest. 


    Sarah gewinnt in der Kategorie "Best Dress". Eine große Ehre, denn bisher war sie noch gar nicht davon überzeugt, dass sie handwerklich wirklich so gut ist. Vor vier Jahren hat sie mit dem Nähen angefangen und sich fast alles selbst beigebracht. Nur von ihrer Oma hat sie sich ein paar Kniffe zeigen lassen. Die Überraschung über die gute Platzierung sieht man ihr an. "Ich hab fast geweint, als ich auf der Bühne war." Zwei Wochen, Tag und Nacht - so lange musste sie schuften, hat Perlen aufgenäht, das Kostüm genau auf ihren Körper angepasst. Und das hat sich gelohnt.

    Katharina Pritzkow für MDR..., 1/23/2016 6:52:00 PM Uhr
  • Auch Michele steht auf dem Siegertreppchen. In der Kategorie „Best Painting“ hat sie den ersten Platz ergattert. 


    Allerdings mit Startschwierigkeiten, denn ein Teil des Kostüms ist beim Ausladen an der Messe runtergefallen und musste provisorische geflickt werden. „Sowas passiert leider recht häufig. Wir sind Cosplayer, die Jury auch - das kennt man, das weiß man und da muss man eben durch.“ Sportliche Einstellung! Die Blutelfenkriegerin aus World of Warcraft hätte aber auch einen Preis für ihre Augen verdient. Grün leuchtende Augen zwischen zentimeterlangen Wimpern, dazu mehr als auffällige Augenbrauen. Michele ist ein echter Hingucker.


    Katharina Pritzkow für MDR..., 1/23/2016 6:54:00 PM Uhr
  • Jonas aus Kaiserslautern ist der Liebling der Jury geworden - Judges Choice. 


    „Ich habe wirklich mit allem gerechnet aber nicht damit.
    “ Viele Materialien, echte Felle, alles Handarbeit - das hat der Jury besonders imponiert. Dabei verrät Jonas: „Das ist alles bloß handgenäht, weil ich mit der Nähmaschine nicht umgehen kann.“ Der Chaos-Barbar sieht aber auch wirklich aus wie gerade aus dem Warhammer-Fantasy-Universum entsprungen. Dabei ist das Kostüm immer im Wandel: Zu jedem Cosplay-Event gibt es was Neues zu sehen.
    Katharina Pritzkow für MDR..., 1/23/2016 6:54:00 PM Uhr
  • Jessica aus Dresden hat die beste Rüstung präsentiert - so das Urteil der Jury. 


    Besonders die 3D-Elemente haben die fünf Juroren beeindruckt. Thermoplastik, Bauschaum, Pappmaschee - daraus besteht die Rüstung der Azubine. Aber nicht nur die kann sich sehen lassen, auch Jessicas Waffe ist ein Blickfang: etwa fünf Kilo Holz und Styrodur (eigentlich ein Dämmmaterial). Unglaubliche vier Jahre hat es gedauert bis ihr Kostüm endlich fertig war. Wie viel es gekostet hat? „Schwer zu sagen. Und eigentlich will ich mir darüber auch keine Gedanken machen. Das ist besser für’s Gewissen.
    Katharina Pritzkow für MDR..., 1/23/2016 6:55:00 PM Uhr
  • Der Gesamtsieger der Cosplay-Competition ist Ron aus Dresden. Das Verrückte: Er verkörpert eine Spielfigur, die es noch gar nicht gibt. 


    „Das ist ein Computerspiel von einem sehr, sehr guten Freund von mir und der steckt gerade all sein Herzblut in die Entwicklung.“ Wenn das mal keine super Promo für den lieben Freund ist! Die Competition heute war übrigens Rons erste. Da gleich auf dem ersten Platz zu landen, macht den Studenten natürlich baff. Die Liebe zu jeder Kleinigkeit und auch die ausnahmslos selbstgemachten Details haben die Jury überzeugt. 

    Katharina Pritzkow für MDR..., 1/23/2016 6:55:00 PM Uhr
  • Für heute ist die Dreamhack erst mal vorbei - zumindest was die normale Messehalle mit Ausstellern betrifft. In der LAN-Area wird natürlich noch die ganze Nacht durch gezockt.

    Morgen geht's weiter mit unserem Blog und dann wird es spannend, denn mehrere Gaming-Meisterschaften stehen an. Weiterlesen lohnt sich also.

    Bis morgen!
    Katharina Pritzkow für MDR..., 1/23/2016 7:06:54 PM Uhr
  • Guten Morgen von der Leipziger Messe!

    Sonntag, 10 Uhr: In der Messehalle 5 sind schon die ersten Frühaufsteher unterwegs. Der letzte Tag des Gaming-Festivals dauert nur sechs Stunden. 16 Uhr ist das Spiel also vorbei. Kein Grund, traurig zu sein, denn heute gibt's noch mal richtig viel zu sehen. Dazu später mehr...

    Katharina Pritzkow für MDR..., 1/24/2016 9:21:49 AM Uhr
  • Kleine Vorschau auf die großen Endspiele heute:

    11-13 Uhr: StarCraft II Final
        Hier geht's zum Livestream: http://www.twitch.tv/dreamhacksc2

    11-15 Uhr: Final Table Poker
        Hier geht's zum Livestream: http://www.twitch.tv/pokerstarsde

    12-13 Uhr: Grand Final FIFA 16 + Siegerehrung

    13-16 Uhr: CS:GO Grand Final
        Hier geht's zum Livestream: http://www.twitch.tv/dreamhackcs
    Katharina Pritzkow für MDR..., 1/24/2016 10:01:53 AM Uhr
  • Computerspiel erklärt in einem Satz:

    Counterstrike

    "Alles umnieten, was es gibt", sagt Thomas (16) aus Groß Ammensleben.

    Katharina Pritzkow für MDR..., 1/24/2016 10:41:13 AM Uhr
  • Zwei Männerträume vereint?


    Großes Auto mit viel PS und ein riesiger Bilderschirm zum Spielen auf dem Rücksitz.
    Verbaut sind XBox One, Playstation 4 und ein Gamer-PC. Normalerweise können sechs Leute im und am Auto spielen. Doch heute geht leider der Kofferraum nicht auf - da geht's den Menschen wie den Leuten.



    Katharina Pritzkow für MDR..., 1/24/2016 11:08:09 AM Uhr
  • Im Vergleich zu gestern sind die Gänge heute richtig leer. Wo sind die bloß alle?


    Klar, bei #SC2-Finale.
    Für den Sieger geht es um 16.000 US-Dollar.
    Katharina Pritzkow für MDR..., 1/24/2016 11:18:16 AM Uhr
  • Die drei besten eSportler aus den FIFA Finals der Dreamhack Leipzig stehen fest:

    Den 3. Platz belegt Salz0r.

    Platz 2 hat sich STYLO gesichert.

    Den Sieg der Ultimate Challenge holt Erhan "Dr. Erhano" Kayman nach Hause.

    Katharina Pritzkow für MDR..., 1/24/2016 11:39:32 AM Uhr
  • Der glückliche Gewinner PtitDrogo bei der Siegerehrung des SCII-Finals inkl. Sektdusche.

    Katharina Pritzkow für MDR..., 1/24/2016 12:29:15 PM Uhr



  • Gerade ein Interview mit Dario Wünsch (TLO (The Little One)) geführt - zur Entwicklung der eSports-Szene, was seine Eltern zu seinem Berufswunsch ProGamer gesagt haben und wie er mit dem Fame umgeht. Die Antworten gibt's in wenigen Minuten....


    Katharina Pritzkow für MDR..., 1/24/2016 1:03:13 PM Uhr
  • Auf einen Kaffee mit Dario Wünsch aka TLO:

    Katharina: Dario, du bist der Kleine, The Little One, in der eSports-Szene. Mit deinem Bruder TBO bist du zum Computerspielen gekommen. Wer hat das erste Spiel mitgebracht?

    Dario: Ich hab insgesamt drei ältere Brüder, habe schon mit drei Jahren angefangen, Computer zu spielen. Dementsprechend waren das meine großen Brüder - und auch mein Onkel. Ich glaube, ihm kann man da auch ein bisschen Credit geben.

    Als du ProGamer geworden bist, hast du das Studium geschmissen. Was hat Mutti dazu gesagt?

    Meine Eltern waren eigentlich gar nicht so überrascht. Sie wussten schon immer, dass es mein Traum ist, ProGamer zu werden. Und ich war auch nicht glücklich mit meinem Studium. Es ging ja recht flott los, dass ich angefangen habe, ein Gehalt zu bekommen und Preise. Darum haben sie sich gedacht: Studium kann er immernoch machen.

    Für Außenstehende hört sich das ganz leicht an: Du zockst ein paar Stunden und schon hast du deine Miete zusammen. Wie ist es denn in Wirklichkeit?

    Ich bin mehr oder weniger mein eigener Chef, spiele natürlich in einem Team und muss Leistung bringen. Aber zu Hause kontrolliert mich niemand. Also so ab 8.30 Uhr aufstehen, fertig machen, frische Luft, aufwärmen, Streckübungen. Dann fängt das Training an. Da mache ich meistens einen 3-Stunden-Block. Manchmal heißt das: Wiederholungen anschauen, Spiele von koreanischen Spieler gucken oder eben selbst spielen. Dann Mittagspause, evtl. eine Bewegungseinheit und noch mal drei Stunden Training. Dazu kommt noch Sozial Media, Medienauftritte, Interviews und organisatorische Sachen. Das ist also schon eine Vollzeitbeschäftigung und oft dann auch ohne Wochenende.

    Wie viele eSportler gibt es in Deutschland, die davon leben können?

    Ich denke, es sind nicht mehr als 50 - aber das auch über verschiedene Spiele hinweg.

    Wie lange kann man als Profi spielen?

    Das ist eine Frage, die kann man noch nicht beantworten. Weil es uns noch nicht so lange gibt. Viele sagen ja, irgendwann wird man zu langsam. Aber das ist ganz schwer zu beurteilen. 

    ESports, das haben bis jetzt alle gesagt, ist nahezu 1:1 vergleichbar mit den klassischen Sportarten. Wie ist denn bei dir der Fame-Status? Wirst du regelmäßig auf der Straße erkannt?

    Ich habe einen sehr angenehmen Berühmtheitsstatus. Ab und zu werde ich auf der Straße erkannt, so ein oder zwei Mal im Monat, und das ist sehr nett für's Selbstvertrauen. Aber man kann sich eben auf der Straße zeigen und ein normales Leben führen. Auf Events ist das nochmal was anderes. Besonders hier war es jetzt sehr extrem, weil es meine Heimatstadt ist. Aber wir haben noch keine Paparazzis, wir können uns also noch frei bewegen.

    Die Szene ist in den letzten Jahren doch rasant gewachsen. Kritiker sagen auch, dass heute einfach schon viel zu hohe Preisgelder gezahlt werden und das gerade jungen Spieler zu Kopf steigt. Wie siehst du die Entwicklung?

    In der Starcraft-Szene ist das ein bisschen anders. Da sind die ProGramer ein bisschen älter, im Schnitt zwischen 21 und 28. Und bei uns sind die Preisgelder auch noch nicht so hoch. Die 16.000 Euro heute für den ersten Platz - die waren schon nett. Bei DotA (Defense of the Ancients) ist das was anderes. Da gab es letztes Jahr ein Turnier mit 16 Millionen Preisgeld. Da kann ich mir auch vorstellen, dass es Charaktere auch kaputt machen kann. Ich glaube, das dauert noch ein bisschen, bis man Leute hat, die auf die jungen Spieler aufpassen, so als Mentoren. So, dass vielleicht unsere Generation sich in 10 Jahren um die jungen Spieler kümmert, von den eigenen Erfahrungen berichtet und denen erklärt, wie man mit Geld umgeht. Einfach, wie man normal bleibt.

    Ist so ein Mentoren-Job eine Option für die Zukunft für dich?

    Ich will auf jeden Fall im eSport bleiben. Ich weiß nich nicht in welcher Funktion, aber mir macht das unwahrscheinlich viel Spaß. Eines Tages anderen Spielern zu helfen, wäre auf jeden Fall eine schöne Sache.
    Katharina Pritzkow für MDR..., 1/24/2016 2:08:35 PM Uhr
  • Freut sich über ein bisschen Fame: ProGamer TLO.

    Katharina Pritzkow für MDR..., 1/24/2016 2:11:07 PM Uhr
  • Ein Blickfang auf der Dreamhack ist der kleine Stand von EGoGun, denn statt Maus und Tastatur wird hier für die Steuerung die Attrappe eines Maschinengewehres benutzt. Zig Sensoren analysieren in Echtzeit die Bewegungen des Spielers und übertragen sie ins Spiel. Also, alles was ich mit dem Körper mache, sieht man auch auf dem Bildschirm. So hat der EgoShooter auf einen gewissen Fitnessfaktor, sagt Sebastian von EGoGun.

    Kritik an der echt wirkenden Waffe lässt er nicht gelten. Seiner Meinung nach ist Gaming zu Unrecht ziemlich in Verruf geraten. "Beim Paintball schießt man direkt auf Leute. Und wenn man eine Farbkugel abkriegt, hat man einen blauen Fleck. Beim Lasertech verfolgt man die Leute, versteckt sich, wirft sich irgendwo hin. Und im Schützenverein hat man sogar eine richtige Waffe in der Hand. Ich weiß also nicht, was an unserer Attrappe schlimm sein soll."

    Das Maschinengewehr als Controller auch im Kinderzimmer? Die Frage stellt sich erst mal noch nicht. Denn momentan ist es erst ein Prototyp. Bis der massentauglich wird, vergeht noch ein bisschen Zeit.

    Katharina Pritzkow für MDR..., 1/24/2016 2:56:28 PM Uhr
  • 16 Uhr. Die DreamHackLeipzig ist vorbei - eigentlich. Denn noch wird gezockt. Das Counterstrike-Finale liegt in den letzten Zügen.

    Katharina Pritzkow für MDR..., 1/24/2016 3:02:44 PM Uhr
  • Congrats Na'Vi great game, great win!!!!! #Dreamhack
  • Es ist offiziell: Team Na'Vi gewinnt das alles entscheidende Spiel und nimmt den Pokal mit nach Hause.

    Katharina Pritzkow für MDR..., 1/24/2016 3:30:35 PM Uhr
Gesponsert von ScribbleLive Content Marketing Software Platform